Am 3. September war es dann soweit: die große Kuppel der unteren Laterne, die die Glocken beheimatet wurde abgehoben. Das gestaltete sich schwieriger als zunächst vermutet, da die historischen Zimmermannsverbindungen sich nur mühsam lösen ließen und am Ende ein einziger verbliebener Holznagel einer Zapfenverbindung den Kran daran hinderte die Kuppel zu ziehen. Schließlich gelang es dann doch, ein Aufatmen unter allen Beteiligten. Anschließend wurde der bereits früh am Morgen gesicherte Glockenstuhl mitsamt den vier Glocken erstmals seit 1963 sanft aus seiner alten Heimat herausgehoben, spektakulär über Kirchvorplatz und Dorflinde geschwenkt, um dann vor dem Denkmal abgesenkt zu werden. Dort wurden schließlich die Glocken ausgebaut und zum Abtransport verladen. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Spektakel, der Förderverein bot umsonst Fleischwurst und Getränke, und zuletzt wurden auch die Glocken nochmal einzeln zum vorläufigen Abschied angeschlagen. Ein bewegender und emotionaler Tag!
