Der barocke Dachreiter der Wallfahrtskirche besaß selbstverständlich ursprünglich auch eine entsprechende Turmzier, die aber wegen Baufälligkeit 1958 entfernt und durch ein schlichtes Balkenkreuz nebst neuem Wetterhahn ersetzt wurde.
Im Zuge der aufwendigen Sanierung des Dachreiters reifte die Idee heran, die aus alten Fotografien bekannte Ansicht wieder herzustellen, um der imposanten Kirche auch ihr historisches Gesicht wieder zu geben.
Das ursprüngliche Turmkreuz korrelierte mit der Maria Immaculata auf dem kleinen Dachreiter gegenüber und besaß ein Emblem, dessen genaues Relief aus den überlieferten Schwarz-Weiß-Fotografien leider nicht ablesbar ist. Als der Trierer Generalvikar Tim Sturm mit Andreas Keber die Baustelle besuchte, reifte während des Gespräches in luftiger Höhe die Idee, das zu rekonstruierende Kreuz mit dem Emblem des dornenumkränzten Herzens Jesu zu versehen. Dieses Motiv war bei den Franziskanern von jeher beliebt, so findet sich in der Hauskapelle des Klosters auch eine Darstellung des Herzens Jesu; weiterhin ergänzt es sich theologisch sehr gut mit der Maria Immaculata gegenüber.
Im bisherigen Wetterhahn befand sich eine Zeitkapsel mit zwei eingerollten Zetteln.
